Ätherische Einzelöle
Jedes ätherische Öl erzählt auf seine Weise von der Pflanze, aus der es gewonnen wird – durch seinen Duft, seinen Charakter und die unterschiedlichen Möglichkeiten, es im Alltag zu entdecken.
Gerade am Anfang finde ich es schön, die Öle nicht nur nach ihrem Namen kennenzulernen, sondern wirklich zu verstehen:
Wie duftet es?
Wie kann ich es verwenden?
Worauf sollte ich achten?
Und greife ich im Alltag tatsächlich gerne danach?
Hier stelle ich Dir nach und nach einzelne dōTERRA Öle etwas genauer vor – mit praktischen Anwendungsideen und meiner persönlichen Einschätzung.
1. Lavender | Lavendel
Ein Öl, das für mich einfach dazugehört
Lavender ist wahrscheinlich eines der Öle, die viele Menschen als Erstes mit ätherischen Ölen verbinden.
Sein Duft ist weich, floral und ruhig – aber ich mag Lavender vor allem deshalb, weil es sich so unkompliziert in ganz unterschiedliche Routinen integrieren lässt.
Duft & Charakter
Floral, weich und leicht krautig.
Für mich ist Lavender kein schwerer oder aufdringlicher Duft. Gerade deshalb lässt er sich gut allein verwenden, aber auch mit anderen Ölen kombinieren.
So kannst Du Lavender im Alltag nutzen
Im Roller
Für eine einfache äußere Anwendung ein paar Tropfen Lavender mit einem Trägeröl – zum Beispiel fraktioniertem Kokosöl – in einen Roller geben.
Die Mischung lässt sich anschließend gezielt auf Handgelenke, Nacken oder Fußsohlen auftragen und ist so jederzeit griffbereit.
Als Teil Deiner Abendroutine
Vor dem Schlafengehen eignen sich ein paar Tropfen Lavender auf den Fußsohlen oder eine bereits vorbereitete Rollermischung.
So wird der Duft ganz unkompliziert Teil eines ruhigen Abendrituals.
Für die Hautpflege
Auch in der Hautpflege lässt sich Lavender gut integrieren.
Einfach mit einem Trägeröl mischen und gezielt auf trockene oder beanspruchte Hautstellen auftragen. Praktisch ist auch hier ein vorbereiteter Roller, mit dem sich die Mischung sparsam und punktgenau verwenden lässt.
Im Diffuser
Pur oder kombiniert mit anderen Ölen entsteht ein weicher, angenehmer Duft für ruhige Momente zu Hause.
Was ich an Lavender besonders mag
Für mich ist Lavender eines dieser Öle, bei denen man nicht lange überlegen muss, wie man es verwenden könnte.
Ein Roller, der Diffuser oder ein kleines Abendritual reichen schon aus.
Gerade wenn Du noch wenig Erfahrung mit ätherischen Ölen hast, finde ich es schön, mit einem Öl zu beginnen, das sich in Ruhe kennenlernen lässt und nicht gleich zehn verschiedene Anwendungen „verlangt“.
Vielleicht passt Lavender zu Dir, wenn …
- Du florale, eher sanfte Düfte magst
- Du ein Öl suchst, das sich unkompliziert äußerlich und aromatisch verwenden lässt
- Oder Du einfach erst einmal ein klassisches ätherisches Öl kennenlernen möchtest, ohne direkt eine große Auswahl zu brauchen
Meine Lieblingsanwendung
Besonders gern verwende ich Lavender in meinem selbst gemischten Gesichtsöl – ein kleines Pflegeritual, das ganz selbstverständlich zu meiner täglichen Hautpflege gehört.
Gut zu wissen
Lavender gehört zu den vielseitigsten ätherischen Ölen und lässt sich sowohl allein als auch sehr gut in Kombination mit anderen Düften verwenden.
Besonders schön harmoniert es zum Beispiel mit Zitrusölen, holzigen Düften oder anderen floralen Ölen. So kannst Du mit der Zeit ganz eigene Mischungen für Diffuser, Roller oder persönliche Pflegerituale entwickeln.
Lemon | Zitrone
Frisch, klar und voller Leichtigkeit
Lemon ist für mich eines dieser Öle, bei denen schon der Duft sofort etwas Helles in den Raum bringt.
Das ätherische Öl wird aus der Zitronenschale gewonnen. Bei Zitrusölen wie Lemon geschieht das typischerweise durch Kaltpressung beziehungsweise Expression der Schale – ein Verfahren, bei dem keine Hitze nötig ist.
Sein Duft ist frisch, spritzig und klar und erinnert sehr unmittelbar an die Frucht selbst.
Duft & Charakter
Frisch, zitrisch, klar und leicht.
Ich mag Lemon besonders, weil es sich so unkompliziert in Küche und Alltag integrieren lässt und dabei nie schwer wirkt.
So kannst Du Lemon im Alltag nutzen
Im Wasser
Gerade wenn Du dazu neigst, im Alltag zu wenig zu trinken, kann ein Tropfen Lemon im Wasser helfen, etwas Abwechslung hineinzubringen – frisch, leicht und oft genau der kleine Anreiz, öfter zum Glas zu greifen.
In Smoothies oder Joghurt
Ein Tropfen Lemon gibt einem Smoothie, Joghurt oder einer Bowl eine frische Zitrusnote.
Gerade bei eher süßen Rezepten mag ich diesen kleinen Kontrast sehr gern.
Beim Kochen
Lemon passt auch wunderbar zu herzhaften Speisen – zum Beispiel zu Fisch, Dressings, Dips oder Gemüse.
Hier würde ich ebenfalls mit sehr wenig beginnen und lieber nachdosieren.
Im Diffuser
Ein paar Tropfen Lemon im Diffuser bringen einen frischen, klaren Duft in den Raum.
Besonders schön finde ich Lemon in Kombination mit Kräuter- oder Minzölen.
Was ich an Lemon besonders mag
Lemon ist für mich ein sehr unkompliziertes Öl.
Es lässt sich schnell und einfach verwenden, ohne dass man dafür eine große Routine braucht: ein Tropfen im Wasser, etwas Frische im Essen oder ein paar Tropfen im Diffuser.
Gerade dadurch greift man im Alltag oft ganz selbstverständlich danach.
Vielleicht passt Lemon zu Dir, wenn …
- Du frische, leichte Düfte liebst
- Du ätherische Öle gern auch in Getränken oder beim Kochen verwenden möchtest
- Oder Du ein vielseitiges Zitrusöl suchst, das sich ohne großen Aufwand in Deinen Alltag integrieren lässt
Meine Lieblingsanwendung
Ein Tropfen Lemon im Vanille-Shake. Die frische Zitrusnote gibt dem cremigen Geschmack eine besondere Frische.
Gut zu wissen
Lemon ist ein kaltgepresstes Zitrusöl und kann bei äußerlicher Anwendung photosensitiv wirken. Deshalb sollte die behandelte Haut anschließend mindestens 12 Stunden vor direkter Sonne und UV-Licht geschützt werden. Besonders praktisch ist es, Lemon äußerlich am Abend oder an bedeckten Hautstellen anzuwenden.
Peppermint | Pfefferminze
Frisch, klar und sofort präsent
Peppermint ist eines der Öle, die man sofort erkennt.
Der Duft ist intensiv, kühl und frisch – für mich genau richtig, wenn ich etwas Klarheit und einen kleinen Frischemoment möchte.
Gerade weil Peppermint so markant ist, braucht es oft nur sehr wenig.
Duft & Charakter
Klar, minzig, frisch und intensiv.
Peppermint gehört für mich zu den Ölen, die mit wenigen Tropfen schon deutlich wahrnehmbar sind. Deshalb ist es eines dieser Öle, bei denen „weniger ist mehr“ besonders gut passt.
So kannst Du Peppermint im Alltag nutzen
Für einen frischen Moment zwischendurch
Ein Tropfen in die Handflächen geben, kurz verreiben und den Duft bewusst einatmen.
Das ist eine sehr einfache Möglichkeit, Peppermint aromatisch kennenzulernen, ohne gleich einen Diffuser zu brauchen.
Im Diffuser
Für einen klaren, frischen Raumduft reichen wenige Tropfen Peppermint im Diffuser.
Ich finde die Kombination mit Lemon besonders schön – frisch, leicht und unkompliziert. In den vorhandenen dōTERRA-Rezeptunterlagen wird Peppermint beispielsweise gemeinsam mit Lemon in Diffusermischungen für Energie und Konzentration verwendet.
Als Lebensmittelaroma
Peppermint ist als Lebensmittelaroma geeignet.
Ein Tropfen kann zum Beispiel einem Mango-Lassi, Obstsalat oder einem anderen frischen Rezept eine deutliche Minznote geben.
Äußerlich im Roller
Für einen kühlenden Effekt Peppermint mit einem Trägeröl in einen Roller geben und sparsam auf ausgewählte Bereiche auftragen – zum Beispiel auf Schläfen oder Nacken. Dabei ausreichend Abstand zu den Augen halten.
Was ich an Peppermint besonders mag
Peppermint ist für mich kein Öl, das sich im Hintergrund hält.
Es bringt sofort Frische mit – und genau deshalb greift man im Alltag ganz automatisch danach.
Ich mag besonders, dass es sowohl aromatisch als auch in der Küche verwendet werden kann und damit ganz unterschiedliche Seiten zeigt.
Für wen ich es passend finde
Wenn Du frische, klare Düfte magst und ein Öl suchst, das sich sehr unkompliziert aromatisch oder als Lebensmittelaroma verwenden lässt, finde ich Peppermint sehr spannend.
Gerade für Menschen, die mit floralen Düften wenig anfangen können, ist es oft ein schöner Kontrast.
Meine Lieblingsanwendung
Besonders im Sommer liebe ich ein selbst gemischtes Peppermint-Spray für die Beine: 10 Tropfen Peppermint in eine 30-ml-Sprühflasche geben, mit einem geeigneten Emulgator vermischen und mit destilliertem Wasser auffüllen. Der feine Sprühnebel wirkt angenehm kühl und erfrischend.
Gut zu wissen
Peppermint ist sehr intensiv. Deshalb lieber mit kleinen Mengen beginnen und bei äußerlicher Anwendung sparsam dosieren.
Als Lebensmittelaroma ist Peppermint laut dōTERRA für die Verwendung geeignet; maßgeblich bleibt immer die jeweilige Kennzeichnung auf dem Produkt.
Tea Tree | Teebaum
Klar, frisch und besonders vielseitig in der Hautpflege
Tea Tree wird aus den Blättern des australischen Teebaums Melaleuca alternifolia gewonnen. Der Duft ist frisch, krautig und etwas herb.
Für mich ist es vor allem ein praktisches Pflegeöl. Es landet nicht wegen seines Duftes im Alltag, sondern weil es sich so gezielt einsetzen lässt – etwa in der Gesichts-, Nagel- oder Körperpflege.
Duft & Charakter
Frisch, krautig, klar und leicht medizinisch-herb.
Tea Tree ist für mich kein typisches „Wohlfühlöl“ vom Duft her. Seine Stärke liegt eher darin, dass es praktisch, unkompliziert und vielseitig einsetzbar ist.
So kannst Du Tea Tree im Alltag nutzen
In der Gesichtspflege
Ein bis zwei Tropfen Tea Tree in eine Portion Gesichtsreiniger oder Feuchtigkeitscreme geben und wie gewohnt anwenden.
Gerade für Haut, die zu Unreinheiten neigt, ist das eine sehr einfache Möglichkeit, Tea Tree regelmäßig in die Pflege zu integrieren.
Punktuell auf der Haut
Bei gelegentlichen Hautirritationen ein bis zwei Tropfen gezielt auf die entsprechende Stelle geben.
Wenn Deine Haut empfindlich reagiert, würde ich Tea Tree vorher mit etwas Trägeröl verdünnen.
Für gepflegte Nägel
Nach dem Duschen einen kleinen Tropfen Tea Tree auf Finger- oder Fußnägel geben und sanft einmassieren. Die reinigenden Eigenschaften des Öls unterstützen eine gepflegte Nagelroutine und helfen dabei, die Nägel sauber und gesund aussehend zu halten.
Nach der Rasur
Ein bis zwei Tropfen Tea Tree mit einem Trägeröl mischen und nach der Rasur sparsam auf die Haut auftragen. Die reinigenden Eigenschaften von Tea Tree unterstützen ein sauberes, gepflegtes Hautgefühl, während das Trägeröl die frisch rasierte Haut geschmeidig pflegt.
Was ich an Tea Tree besonders mag
Tea Tree ist für mich eines dieser Öle, die man vielleicht nicht wegen des Duftes kauft – aber sehr schnell zu schätzen lernt.
Gerade in der Haut- und Körperpflege gibt es viele kleine Situationen, in denen man einfach danach greifen kann.
Ich mag außerdem, dass es nicht viel Vorbereitung braucht: ein Tropfen im Gesichtsreiniger, etwas für die Nägel oder eine kleine verdünnte Mischung reichen oft schon aus.
Vielleicht passt Tea Tree zu Dir, wenn …
Du eher frische, krautige Düfte magst und ein Öl suchst, das vor allem in der Haut-, Nagel- oder Körperpflege seinen Platz findet.
Besonders interessant finde ich Tea Tree für Menschen, die ätherische Öle nicht nur diffusieren möchten, sondern gern ganz praktisch in ihre tägliche Pflege integrieren.
Meine Lieblingsanwendung
Bei kleinen Hautunreinheiten verwende ich Tea Tree besonders gern punktuell. Dafür reicht meist schon eine kleine Menge direkt auf der entsprechenden Stelle.
Gut zu wissen
Tea Tree ist zur äußeren Anwendung vorgesehen. Bei empfindlicher Haut lieber mit wenig beginnen oder mit einem Trägeröl verdünnen.
Augen, Innenohren und andere empfindliche Bereiche sollten ausgespart werden; Hautreizungen sind möglich.